Crime and Punishment gewinnt den 6. Nürnberger Filmpreis der Menschenrechte – Burma VJ beliebtester Film bei Publikum und Jugendjury

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Der chinesisch-französische Dokumentarfilm Crime and Punishment von Zhao Liang gewinnt den 6. Nürnberger Filmpreis der Menschenrechte. In der zweistündigen Dokumentation taucht der chinesische Videokünstler Zhao Liang ein in den Mikrokosmos eine Polizeieinheit im ländlichen China an der Grenze zu Nordkorea. Als Protagonisten dienen dem Regisseur die armen Bauern, Lumpensammler und Alkoholiker, genauso wie die Polizisten der Kaserne, welche mit hartem Drill zu hörigen Staatsdienern ausgebildet werden und mit ebensolch hartem Drill chinesisches Gesetz durchsetzen. „ Mit unserer Entscheidung wollen wir einen Film auszeichnen, der unter schweren und wohlmöglich gefährlichen Umständen entstanden ist. Crime and Punishment zeigt, dass die Staatsdiener selbst auch Opfer der Staatsgewalt sein können, die sie anwenden“, so begründet die internationale Jury ihre Wahl.

Im Festival konkurrierten zehn Filme um den mit 2.500 Euro dotierten Nürnberger Filmpreis der Menschenrechte, dem bedeutensten seiner Art in Deutschland.

Die dänische Dokumentation Burma VJ – Reporting from a closed country von Anders Ostergaard kann sich gleich über zwei Preise freuen. Die mitreißende cineastische Spiegelung der Mönchsproteste im hermetisch abgeriegelten Burma gewinnt sowohl den Publikumspreis der 6. perspektive, wie auch den Preis der Open Eyes-Jugendjury. Burma VJ beweist mit eindrucksvollen Bildern, wie couragierte Videojournalisten während der Mönchsaufstände in Burma unter Lebensgefahr mit kleinen Handkameras von der Gewalt auf den Straßen berichten und die Aufnahmen außer Lands schmuggelten. Der Publikumspreis der 6. perspektive ist mit 1.000 Euro dotiert. Der Preis der Open Eyes – Jugendjury, bestehend aus Nürnberger Schülerinnen und Schülern, ist ebenfalls mit 1.000 Euro dotiert.

Den Ehrenpreis des Festivals nahm Schirmherr Mohsen Makhmalbaf persönlich entgegen und widmete ihn dem iranischen Präsidentschaftskandidat Mehdi Karroubi (s. Foto).

Die Preisträgerfilme werden am Sonntag, 11. Oktober 2009 im Rahmen des Festivals noch einmal gezeigt. Der Sieger des Nürnberger Filmpreises der Menschenrechte Crime and Punishment wird um 19 Uhr gezeigt, Burma VJ als Gewinner des Jugend- und Publikumspreises um 17 Uhr und 21.30 Uhr.

Als finalen Höhepunkt feiert die 6. perspektive, Deutschlands größtes Filmfestival der Menschenrechte, außerdem am Sonntag, 11. Oktober 2009, um 19.30 Uhr die Deutschlandpremiere von Hana Makhmalbafs Green Days im Festsaal des Künstlerhauses. Green Days ist der wohl aktuellste Film zum Wahlbetrug im Iran im Juni dieses Jahres. An die Premiere knüpft ein Publikumsgespräch mit Hana Makhmalbaf, der Tochter des Schirmherrn Mohsen Makhmalbaf, an.

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