Bündnis gegen Trans- und Homophobie in Nürnberg gegründet

NIHRFF-Leiterin Andrea Kuhn unterzeichnet für das Filmfestival die Gründungsurkunde des Bündnisses gegen Trans- und Homophobie; (c) gaycon.de

Zahlreiche Vertreter_innen verschiedenster Organisationen, Vereine und Unternehmen (u.a. WBG Nürnberg, Siemens, Nürnberger Stadtratsfraktionen der SPD und Bündnis90/ Die Grünen) unterzeichneten am 28. Juli 2014 die Gründungsurkunde des Bündnisses gegen Trans- und Homophobie im Großraum Nürnberg!

Dieses Bündnis ist eine Kooperation auf Augenhöhe zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen, Unternehmen und Wirtschaft, Kommunen und Landkreisen (Gebietskörperschaften), Stadtratsfraktionen und -gruppen sowie Initiativen, Vereinen und Szeneeinrichtungen.

Wir wollen als Bündnis für Anerkennung und Respekt für die Lebensweisen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen eintreten. Respekt und Gleichberechtigung sind Grundvoraussetzungen für ein gesellschaftliches Miteinander und eine freiheitliche Demokratie.

Das Filmfestival der Menschenrechte (NIHRFF) gehört selbstverständlich mit zum Gründungskreis und freut sich auf die gemeinsame Arbeit!!


Dramatische Situation in Uganda

Menschenrechtspreisträgerin bittet um Hilfe

Durch die Unterzeichnung des sog. Anti-Homosexualitätsgesetz im Februar 2014 hat sich die Situation von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen in Uganda dramatisch verschärft. Im Land herrschen pogromartige Zustände.

Daher bittet die Menschenrechtspreisträgerin der Stadt Nürnberg, Kasha Nabagesera, dringend um Ihre Unterstützung.

Ausführliche Informationen und Spendenmöglichkeit hier.


NIHRFF ist Gründungsmitglied des Verbands Bayerischer Filmfestivals

Die Gründungsmitglieder des Verbands Bayerischer Filmfestivals
Der Vorstand des Verbands Bayerischer Filmfestivals: Michael Orth, Andrea Kuhn, Markus Aicher, Daniel Sponsel, Dr. Tamara Danicic

Am 14. Januar 2014 gründete sich im Bayerischen Landtag der Verband Bayerischer Filmfestivals. Gründungsmitglieder sind 19 Filmfestivals aus Bayern, die ihre Vertreterinnen und Vertreter zur Gründungsversammlung entsandten.

Gewählt wurde ein fünfköpfiger Vorstand. Diesem gehören an:
Andrea Kuhn, International Human Rights Film Festival Nürnberg (1. Vorsitzende)
Daniel Sponsel, DOK.fest München (stellvertretender Vorsitzender)
Markus Aicher, Musikfilmtage Oberaudorf (stellvertretender Vorsitzender)
Michael Orth, Kurzfilmfestival Landshut (Schatzmeister)
Dr. Tamara Danicic, Nonfiktionale Bad Aibling (Schriftführerin)

Der Verband will sich dafür einsetzen, dass der regionalen, überregionalen und internationalen kulturellen wie auch wirtschaftlichen Bedeutung der Filmfestivals Rechnung getragen wird und die prekäre finanzielle und personelle Ausstattung der Festivals verbessert wird. Die Filmfestivals Bayerns benötigen in jeder Hinsicht eine größere Unterstützung durch die öffentlichen Institutionen, nicht nur um zu überleben, sondern vor allem, um sich ihrer Bedeutung entsprechend angemessen weiter entwickeln zu können.

Weitere Infos zum Verband Bayerischer Filmfestivals  finden sie in der Pressemitteilung.

Wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit!



Vier Stunden-Epos "Norte, the End of History" gewinnt NIHRFF-Hauptpreis

Rasoulofs Mitarbeiter, Moira Lang (Norte, the End of History), Anne Kodura (Ödland - Damit keiner das so mitbemerkt), Andrea Weber (medico international, No Fire Zone: The Killing Fields of Sri Lanka), Festivalleiterin Andrea Kuhn

Es war der mit Abstand längste Film des Festivals, aber auch der erfolgreichste. Das Vier Stunden-Epos Norte, the End of History aus den Philippinen gewinnt den Internationalen Nürnberger Filmpreis der Menschenrechte.

Das Festival ist besonders stolz, dass mit Norte, the End of History ein Film die Jury überzeugen konnte, der auch wegen seiner Länge bei anderen Festivals wie Cannes zwar gefeiert, aber bisher noch nie ausgezeichnet wurde. Das Epos von Regisseur Lav Diaz erzählt ein modernes Sittengemälde in den Philippinen, das an Dostojewskis Schuld und Sühne erinnert.
Die international besetzte Jury lobte die epische Geschichte und die intime Darstellung der Charaktere. „Durch die subtile, aber vielschichtige Erzählung verwebt der Film soziale, politische, religiöse und literarische Aspekte zu einem organischen und humanistischen Ganzen“, so die Jury.

Der NIHRFF-Publikumspreis geht dieses Jahr überraschend an No Fire Zone: The Killing Fields of Sri Lanka. Die Dokumentation von Regisseur Callum Macrae thematisiert das Schicksal von tausenden Menschen auf Sri Lanka, die im Frühjahr 2009 in einer sog. no fire zone von der Armee ermordet wurden.

Der Preis der Open Eyes-Jugendjury geht an Anne Koduras Ödland – Damit keiner das so mitbemerkt. Der Film zeigt in Schwarz-Weiß den Alltag von Kindern in einem Asylbewerberheim im deutschen Niemandsland. Eine Lobende Erwähnung sprach die Jugendjury für Katherine Fairfax Wrights und Malika Zouhali Worrals Doku Call Me Kuchu aus.

Der Ehrenpreis des Festivals wurde in Abwesenheit an Mohamad Rasoulof an zwei seiner engen Mitarbeiter überreicht, die aus Sicherheitsgründen anonym bleiben mussten. Rasoulof wird noch immer im Iran festgehalten und an der Ausreise gehindert.


Schirmherr im Iran festgehalten

Das Internationale Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte (NIHRFF) sorgt sich um seinen Schirmherrn, den iranischen Regisseur Mohammad Rasoulof. Rasoulof, einer der größten Regisseure seines Landes, darf immer noch nicht den Iran verlassen. Das Regime hat vor zehn Tagen seinen Pass eingezogen. In Nürnberg soll er am 08. Oktober den Ehrenpreis des Festivals erhalten und seinen neuen Film Manuscripts Don´t Burn präsentieren.

Rasoulof war am 19. September in den Iran geflogen und wollte am vergangenen Wochenende wieder nach Deutschland zurückfliegen. Bereits bei seiner Einreise wurde ihm aber der Pass von den Behörden abgenommen. „Wir machen uns große Sorgen um Mohammad Rasoulof. Es ist absolut inakzeptabel, dass ihm das iranische Regime die Rückkehr nach Deutschland verweigert. Er wird gegen seinen Willen im Iran festgehalten. Herr Rasoulof ist einer der größten Filmkünstler seines Landes und wird daran gehindert, seinen Beruf als Regisseur und Filmemacher auszuüben“, erklärt Festivalleiterin Andrea Kuhn. „Wir fordern die sofortige Rückgabe der  Reisedokumente an Herrn Rasoulof.“

Rasoulof war 2010 im Iran zu sechs Jahren Haft und 20 Jahren Berufsverbot verurteilt worden. Die Haftstrafe wurde später aber auf ein Jahr reduziert und das Urteil wurde bisher nicht vollzogen. Rasoulof setzte seine Arbeit als Filmemacher trotz dieser erschwerten Arbeitsbedingungen fort und gewann 2011 den Regiepreis in Cannes für seinen Film Auf Wiedersehen. Sein neuester Film Manuscripts Don´t Burn, der dieses Jahr in Cannes lief, thematisiert Gewalt und Folter im Iran.

NIHRFF zeigt den Film am 9. Oktober um 20:30 Uhr - wir hoffen, in Anwesenheit von Mohammad Rasoulof.


Akkreditierung 2013

Die Akkreditierung für das Festival 2013 ist freigeschaltet!

Für Filmschaffende, Vertreter der Filmindustrie und Pressevertreter ist die Akkreditierung bei NIHRFF kostenlos.

Für alle anderen kinobegeisterten Vielseher bieten wir den kostengünstigen Festivalpass für EUR 50 (ermäßigt EUR 40) an, der zum Besuch aller Festivalvorstellungen berechtigt.

Weiter Informationen finden Sie hier.


Großes Kino im Programm 2013

Das Nuremberg International Human Rights Film Festival wartet dieses Jahr wieder mit Highlights der internationalen Festivalszene und spannenden Neuentdeckungen auf: großes Kino garantiert jenseits billiger Betroffenheitskost. Lebendig, innovativ und gelegentlich auch provakant!

Ein kleiner Vorgeschmack gefällig? Unser Programm 2013 ist online.

Für den Spielplan einfach hier klicken oder gleich unsere Festivalzeitung als PDF mit allen Infos rund ums Festival herunterladen.

 


Noch ein Monat bis zum Festival!

Foto des Festivalzentrums Künstlerhaus
Festivalzentrum Künstlerhaus

Liebe Festivalfreund_innen,

Der Endspurt beginnt! Ab dem 16. September ist unser Festivalprogramm online, unser Festivalmagazin liegt in ganz Nürnberg und Umgebung kostenlos aus und der Kartenvorverkauf beginnt.

Freuen Sie sich jetzt schon auf 86 Spiel- und Dokumenarfilme aus über 30 Nationen, viele internationale Gäste, Live-Konzerte, eine Ausstellung und spannende Diskussion.


Schirmherr Mohammad Rasoulof

Mohammad Rasoulof ist nicht nur einer der profiliertesten iranischen Regisseure – er ist auch einer der mutigsten.

Rasoulof, der 2011 für Goodbye (Bé omid e didar) mit dem Preis für die Beste Regie bei den Filmfestspielen von Cannes ausgezeichnet wurde, ist ein Meister der filmischen Allegorie und gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Neuen Welle des iranischen Kinos. Bereits mit seinem zweiten Langfilm Iron Island (Jazireh-heh-Ahani) gelang ihm der internationale Durchbruch.

Seine visuelle Poesie entfaltet sich besonders oft in Bildern des ländlichen Iran; sie sind so exquisit komponiert wie die Drehbücher, die er immer selbst schreibt. Dabei gilt sein waches Auge immer den sozialen Umständen und dem politischen Gefüge, in dem sich seine Figuren bewegen.

2010 wurde Mohammad Rasoulof gemeinsam mit Jafar Panahi im Iran wegen angeblicher „Verschwörung und Propaganda gegen die islamische Republik“ zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Das Berufungsverfahren läuft noch immer, doch der Künstler Rasoulof gibt nicht auf: Sein neuester Film, Manuscripts Don’t Burn, eine scharfe Kritik an Zensur und Folter im Iran, feierte im Mai 2013 in Cannes Premiere und wird am 9. Oktober auf dem NIHRFF zu sehen sein.

Wir freuen uns außerordentlich, dass Mohammad Rasoulof die Schirmherrschaft über das 8. Internationale Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte übernommen hat!
Während unserer Preisverleihung am 8. 10. erhält er den Ehrenpreis unseres Festivals.


NIHRFF Goes Pink

Homosexuellen-Verbot bei den Olympischen Spielen in Russland, gewalttätige Massenproteste gegen die Homo-Ehe in Frankreich, Gefängnis für Schwule und Lesben in Nigeria und vielen anderen Ländern weltweit. Auch vor diesem Hintergrund widmet das Internationale Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte (NIHRFF) den Menschenrechten von Schwulen und Lesben erstmals einen eigenen Schwerpunkt.

Anlass des Schwerpunktes ist die Verleihung des Internationalen Menschenrechtspreises der Stadt Nürnberg an Kasha Jacqueline Nabagesera, eine engagierte Kämpferin für Schwule und Lesben in Uganda. Ihr zu Ehren zeigt das NIHRFF eine Reihe von Langfilmen und ein eigenes Kurzfilmprogramm, die sich des Themas annehmen.

Der Schwerpunkt widmet sich unter anderem der Situation von Homosexuellen in den USA, Uganda, Kambodscha, Russland, Schweden,  Belgien, der Türkei, Indien und dem Iran.  

Als Deutschlandpremiere bringt Regisseur Roger Ross Williams seinen Film God Loves Uganda nach Nürnberg. Filmemacher Sridhar Rangayan zeigt mit Breaking Free seine neueste Dokumentation zum Leben von Lesben und Schwulen in Indien. Sie ist immer noch in der Entstehung. Auch die Trägerin des Nürnberger Menschenrechtspreises Kasha Jacqueline Nabagesera wird persönlich anwesend sein. Besonders freut sich das NIHRFF über den Beitrag aus dem Iran. Facing Mirrors, ein Spielfilm über einen sogenannten Transmann endet in Nürnberg. Das Festival bringt den Film sozusagen erstmals nach Hause.

Weitere Infos zum Programm und die genauen Spieltermine finden Sie hier ab Mitte September 2013.


Interview

NIHRFF-Leiterin Andrea Kuhn über Dokumentarfilme, Menschenrechte und die Kombination von beidem anlässlich des One World Romania Film Festivals in Bukarest. In englischer Sprache.

One World RO, 2013 - Interviu Andrea Kuhn from veioza arte on Vimeo.


Afghanistan: Krieg, Flucht und jetzt wieder zurück?

Gemeinsam mit der Freien Flüchtlingsstadt Nürnberg und dem Casablanca präsentiert das NIHRFF eine Veranstaltungsreihe zur Situation afghanischer Flüchtlinge in Deutschland und der Lage vor Ort.

Den Auftakt bildet am 11. Januar 2013 eine Podiumsdiskussion, die mit Thomas Gebauer (Geschäftsführer medico international), Michael Frieser (MdB CSU, Mitglied des Innenausschusses des Bundestags) und Frau Abteilungspräsidentin Ursula Gräfin Praschma (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) prominent besetzt ist. Es moderiert Georg Escher (Nürnberger Nachrichten). Beginn ist um 19 Uhr in der Villa Leon (Philipp-Koerber-Weg 19).

Am Samstag, 12. Januar 2013 folgt um 20:30 Uhr ein Konzert von Strom und Wasser feat. Refugees in der DESI (Brückenstr. 23).

NIHRFF präsentiert zwei Dokumentarfilme zum Thema: am 18. Januar als Nürnberg-Premiere I was Worth 50 Sheep von Nima Sarvestani und am 25. Januar Generation Kunduz in Anwesenheit von Regisseur Martin Gerner. Filmbeginn jeweils um 19 Uhr im Casablanca (Brosamerstr. 12).


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Trailer 2013

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