
Mohsen Mahkmalbaf: iranischer Regisseur (Die Reise nach Kandahar (2001), Reise der Ameisen (2006))

Ken Loach: britischer Filmregisseur (Land and Freedom (1995), Bread and Roses (2000), The Wind that Shakes the Barley (2006))
"Krieg und Staatsterror durch die mächtigsten Nationen der Welt sind ein grundlegendes Zeichen unserer Zeit. Und so werden jene Rechte ignoriert, die wir im internationalen Recht und in der Genfer Konvention für immer vertrieft glaubten. Es fällt schwer, sich vorzustellen, dass uns solche illegalen Kriege aufs Neue zwingen, gegen Folter, Haft ohne Gerichtsverfahren und Massentötungen aufzubegehren. Nie war Ihr Festival zeitgemäßer."

Michael Verhoeven: deutscher Filmregisseur (o.k. (1970), Die weiße Rose (1982), Das schreckliche Mädchen (1990))
"Film ist ein starkes Mittel, um für die einfachsten und doch unerreichbar scheinenden Menschenrechte zu kämpfen. Das NIHRFF ist auf lange Sicht eingestellt, auf Weitblick über Grenzen hinweg, aber auch auf das Naheliegende. Dieses Festival will keine Veranstaltung Gleichgesinnter sein, es muss nach außen dringen, muss Breschen schlagen und neue Freunde gewinnen, neue Mitstreiter für die Perspektive der Menschenrechte."

Katja Riemann: deutsche Schauspielerin (Die Apothekerin (1996), Bandits (1996), Ein fliehendes Pferd (2007))
"Es ist notwendig, die Welt um uns herum aus einer anderen Perspektive, aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Das Medium Film hilft uns dabei, sich ein Bild davon zu machen, unter welchen Bedingungen Menschen in anderen Ländern leben. Wir können viel aus den Geschichten lernen, die uns die Filme erzählen. Sie können uns im Alltag daran erinnern, nicht wegzusehen, sondern mit offenen Augen in die Welt zu blicken."

Barbara Lochbihler: Generalsekretärin von amnesty international 1999-2009
"Auch das Medium Film kann verleugnen, aber es kann uns auch von bisher unbekannten Schicksalen erzählen, uns neue Einblicke gewähren. Dieses Filmfestival leistet daher einen wichtigen Beitrag für die Menschenrechte. Mit der Verleihung des Nürnberger Filmpreises der Menschenrechte werden engagierte FilmemacherInnen ermutigt, weiter zu erzählen, und wir alle ermahnt, nicht wegzuschauen."

Ulrich Gregor: Gründer des Internationalen Forums des Jungen Films, Berlinale, 1971-2001
"Die Internationalen Filmtage der Menschenrechte in Nürnberg sind ein Hoffnungszeichen für all diejenigen, die sich vom Medium Film eine aufklärerische Funktion erwarten und das Verständnis von Film als einem Instrument der Erkenntnis nicht aufgeben wollen. Sie entsprechen einem moralischen Gebot, aber auch einem real vorhandenen Bedürfnis, das Filmmedium einzusetzen zur Information und Zeugenschaft, zur Erinnerung, zur Erweiterung des Horizonts, zur Schärfung des Blicks. Sie haben die Chance, durch ihre Programmauswahl deutlich zu machen, dass sich ein zeitkritischer Inhalt durchaus mit einer überzeugenden und modernen filmischen Form vereinbaren lässt, und dass solche Filme, die die aktuelle Thematik mit der adäquaten Form verbinden und dabei ästhetische Möglichkeiten des Mediums nutzen, die besten, wichtigsten und schönsten sind, die es in unserer filmischen Landschaft überhaupt geben kann."