Sonderreihe Iran / Special Screenings on Iran, Previews im Cinecitta'

For a Moment Freedom

Augenblick Freiheit, Ein
Augenblick Freiheit, Ein
Augenblick Freiheit, Ein

Mit ängstlichem Blick sitzen Ali und Merdad im Bus, auf ihrem Schoss die Kinder Azy und Arman. Sie sind auf dem Weg zur iranisch-türkischen Grenze, illegal, in ständiger Angst vor Polizeikontrollen. Zur gleichen Zeit begibt sich das Ehepaar Lale und Hassan mit ihrem kleinen Sohn Kian auf die beschwerliche Reise. Mit dem Bus, dann zu Fuß, geht es durch karge Landschaften, bis sie auf verschlungenen Pfaden endlich die Türkei erreichen. Zusammen mit anderen iranischen Flüchtlingen stranden sie in einem schäbigen Hotel in Ankara und lernen dort zwei Freunde kennen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: den daueroptimistischen Lebenskünstler Manu und den schwerblütigen politischen Aktivisten Abbas. Ankara, das bedeutet für die Flüchtlinge in den ersten Tagen nach ihrer Ankunft ein beglücktes Auskosten all der neuen, ungewohnten Freiheiten. Keine lebensbedrohenden Schikanen bewaffneter Revolutionswächter, kein Schleierzwang, keine anderen Zeichen der Repression. Für einen Augenblick scheint die Freiheit tatsächlich erreicht zu sein. Doch dann beginnt eine zermürbende Zeit des Wartens, ein nicht enden wollendes Wechselbad aus Hoffnung und Enttäuschung ...
Das Spielfilmdebüt des iranisch-österreichischen Regisseurs Arash T. Riahi (Exile Family Movie) erzählt in Form eines Episodenfilms die tragikomische Geschichte von drei Flüchtlingsgruppen, von deren Mut, sich auf die Suche nach einem besseren Leben zu machen und von ihren ersten freien Atemzügen nach einer langen Phase der Repression. Zusammen mit den Protagonisten, meist Laiendarstellern, erlebt man ungewöhnlich komische Szenen aus dem Alltag, Momente großer Liebe und mangelnden Vertrauens, anrührende Beweise der Freundschaft und Momente schockierender Niedertracht. Im Film verarbeitet der im Iran geborenen Riahi seine eigenen Erfahrungen und andere authentische Flüchtlingsgeschichten als mitreißende Achterbahn der Emotionen. Der Humor ist dazu da, das Publikum in die Geschichte hinein zu ziehen. „Wenn Menschen lächeln, öffnet sich ihr Kopf“, sagt Riahi.

Ali and Merdad are on the bus. They look worried. They have their childrenAzy and Arman on their knees. The family is on its way to the Iranian-Turkish border, illegally and constantly in fear of a police control. Lale and Hassan are also making the same exhausting trip with their young son Kian. After the bus trip, they set out on foot and make their way through barren landscapes. A labyrinthine trail finally leads them to Turkey. They end up in a shabby hotel in Ankara where they befriend two people who could not be more different from each other – the permanently optimistic and streetwise Manu and the grave political activist Abbas. In the first few days, the refugees make the most of the hitherto untasted pleasures of freedom. Their lives are not jeopardised by bullying Revolutionary Guards, there is no compulsion to wear the veil, and there are no other visible signs of repression. For a moment, they think they really have gained their longed-for freedom. But a punishing wait begins and their feelings yo-yo between hope and disappointment …
The feature debut of Austro-Iranian director Arash T. Riahi (Exile Family Movie) tells the tragicomic story of three groups of refugees, of the courage they have to try and create a better life for themselves, and of their first breaths of free air after a long period of repression. With the protagonists, the viewers experience unusually comical scenes from everyday life – moments of great love and lack of trust, touching shows of friendship and scenes of shocking baseness. In his film, that is a rollercoaster of emotions, Riahi, who was born in Iran, processes his own experiences and those of other former refugees. The audience is drawn into the stories by their humour. "When people laugh, they open their minds," says Riahi, whose film meets the highest standards of cinema.


Arash T. Riahi

Arash T. Riahi wurde 1972 im Iran geboren und lebt seit 1982 in Österreich. Er studierte u.a Film- und Geisteswissenschaften und war von 1995 bis 2002 freier Mitarbeiter beim österreichischen Fernsehsender ORF. 1997 gründete Riahi die Film- und Medienproduktionsfirma Golden Girls Filmproduktion. Sein erster Langfilm Exile Family Movie war 2007 im Wettbewerb der perspektive zu sehen.

Arash T. Riahi was born in Iran in 1972 and has lived in Austria since 1982. He studied film and the humanities. Arash worked for the Austrian television channel ORF as a freelancer from 1995 to 2002. In 1997, he set up the film production company Golden Girls Filmproduktion. In 2007, his first feature film Exile Family Movie was in the competition at perspektive.

Filmographie

Eclipsa – nam ce face – Soll die Welt doch untergehen (2000), Die Souvenirs des Herrn X (2004), Exile Family Movie (2006), Ein Augenblick Freiheit (2008)

Vorstellungen

01. Oktober 09 20:30 Uhr, Cinecittà
Augenblick Freiheit, Ein
Augenblick Freiheit, Ein
Augenblick Freiheit, Ein

Österreich, Frankreich 2008
Regie: Arash T. Riahi
110 min, Beta SP PAL
farsi, türk., engl.  OmU

Drehbuch: Arash T. Riahi
Produzent/in: Ulrike Lässer
Kamera: Michi Riebl
Schnitt : Karina Ressler
Musik: Karuan Marouf

Darsteller:
Navid Akhavan, Pourya Mahyari, Elika Bozorgi, Sina Saba, Payam Madjlessi, Behi Djanati Ataï, Kamran Rad, Said Oveissi, Fares Fares u.a.

www.einaugenblickfreiheit.com

Produktionsfirma:
Wega Filmproduktions ges.m.b.h
Haegelingasse 13
1140 Wien
Österreich
Tel : +43 19825742
Fax: +43 19825833
office@wega-film.at
www.wega-film.at

Internationaler Vertrieb: Les Films du Losange
22, avenue Pierre 1er de Serbie
75116 Paris
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