Unter der Schirmherrschaft des iranischen Ausnahmeregisseurs Mohsen Makhmalbaf startet am 30. September 2009 das größte deutsche Filmfestival der Menschenrechte, die perspektive in Nürnberg. Jasmin Tabatabai kommt nach Nürnberg und feiert die Deutschlandpremiere ihres neuen Films Altiplano zur Eröffnung des Festivals. Iranische Filmemacher zeigen ihre aktuellen Filme in einer Sonderreihe „iranisches Kino“.
Bereits zum sechsten Mal kommen in Nürnberg Filmemacher aus der ganzen Welt zusammen und präsentieren ihre aktuellen Filme im Wettbewerb des Festivals und im Internationalen Forum. „Besonders wichtig ist es uns, nicht nur Filme über die ganze Welt nach Nürnberg zu bringen, sondern anspruchsvolles Kino aus aller Welt,“ so Festivalleiterin Andrea Kuhn, „Dabei umspannen die Themen die Rechte der lokalen Bevölkerung in Peru ebenso wie die Pressefreiheit in Russland oder Jugendliche, die im mittelfränkischen Gräfenberg gegen Neo-Nazis Front machen.“
Dieses Jahr werden neben Jasmin Tabatabai und Mohsen Makhmalbaf auch Iris Berben, Fatou Bensouda und Hollman Morris nach Nürnberg kommen. Iris Berben liest aus ihrem Buch Frauen bewegen die Welt. Fatou Bensouda, die stellvertretende Anklägerin des Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, stellt mit The Reckoning eine spannende Dokumentation über die Arbeit des Gerichtshofs vor. Der kolumbianische Journalist Hollman Morris gilt als „letzte Bastion unabhängiger Berichterstattung“ in seinem Heimatland. Er kommt mit der Dokumentation Unwanted Witness nach Nürnberg. Der Film zeigt eindrücklich den Alltag des Journalisten zwischen Leibwächtern, Morddrohungen und dem Anspruch nach „Wahrheit“.
Unter den über 80 Filmen des Festivals befinden sich auch Previews des diesjährigen Berlinale-Gewinners Eine Perle Ewigkeit von Claudia Llosa und Michael Hanekes Das weiße Band, der die Goldene Palme in Cannes gewann und kommendes Jahr für Deutschland ins Oscarrennen gehen wird.